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Angelo Mangiarotti – Architekt und Industriedesigner

Der italienische Designer und Architekt Angelo Mangiarotti ist für seine geschwungenen Marmortische bekannt. Doch er entwarf auch verschiedene Leuchten und Uhren und baute eine Kirche in Mailand.
Verschiedene Auszeichnungen folgten. In seinen letzten Lebensjahren war Mangiarotti vor allem ein gefragter Dozent.

Mangiarotti Biografie

Am 26. Februar 1921 wurde Angelo Mangiarotti in Mailand geboren. Nach der Schule studierte er ab 1945 Architektur an der Polytechnischen Universität Mailand und schloss sein Studium 1948 mit dem Diplom ab. In den Jahren 1953/1954 war er am Illinois Institute of Technology in Chicago als Gastdozent angestellt, wo er unter anderem den deutschen Architekten Walter Gropius kennenlernte.
Doch schon 1955 kehrte Mangiarotti nach Mailand zurück. Gemeinsam mit dem Architekten Bruno Morassutti gründete er ein Architekturbüro und arbeitete in diesem Team bis 1960 erfolgreich. In diesem Jahr eröffnete Mangiarotti dann sein eigenes Büro in Mailand und trat der Associazone per il Disegno Industriale bei. In den nächsten Jahren folgten verschiedene Gastprofessuren in Venedig (1963/1964), Hawaii (1970) und Adelaide (1976). Im Jahr 1982 arbeitete er als Architekturprofessor in Palermo. Auch in Tokio eröffnete Mangiarotti 1989 ein eigenes Büro, das Mangiarotti & Associates Office. Von 1989 bis 1990 kehrte er als Professor für Industrie-Design nach Mailand zurück. Am 30. Juni 2012 verstarb Angelo Mangiarotti in Mailand.

Mangiarotti Werke

Schon in den ersten Jahren seiner Karriere entwarf Angelo Mangiarotti verschiedene Regale und Tische. Mit seinem eigenen Büro 1960 entstand die Tischuhren-Serie „Section“, die mit einem Kunststoffgehäuse versehen war. Für Artemide entstanden 1966/1967 die Leuchten „Lesbo“ und „Saffo“, die aus mundgeformtem Murano-Glas bestanden. Im Jahr 1967 folgte die Leuchtenserie „Giogali“ für die Vetreria Vistrosi. Diese Deckenleuchten bestanden aus mehreren gebogen Murano-Glasschlaufen. Mangiarotti schuf Mamorschalen und Glasvasen für Knoll International. 1978 entstanden die Marmortische „Eros“ und „Incas“, die ihn international bekannt machten.
Doch auch als Architekt arbeitete Angelo Mangiarotti weiterhin erfolgreich. Nach mehreren Gebäuden im internationalen Stil baute er 1957 die Kirche Mater Misericordiae. 1959/1960 entstand in derselben Stadt ein Mehrfamilienhaus.

Auszeichnungen

Im Laufe seiner Karriere wurde Angelo Mangiarotti immer wieder für seine Werke ausgezeichnet. Schon 1956 erhielt er den Domus Formica Preis. Es folgten unter anderem der In/Arch Preis für die Lombardei (1962), der Prix Européen de la Construction Métallique (1979) und der Design Plus Preis (1991). Im Jahr 1998 erhielt Mangiarotti die Ehrendoktorwürde der Technischen Fakultät München und 2002 die Ehrendoktorwürde für Industrie-Design an der Polytechnischen Universität Mailand. 2007 wurde Mangiarotti mit dem Marble Architectural Award ausgezeichnet.

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