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Der Jugendstil

Der Jugendstil

Beim Jugendstil handelt es sich um eine künstlerische Epoche des späten 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Name dieser Epoche wurde erstmals genutzt, als Paul Möbius, ein deutscher Architekt, einen Ausstellungspavillion baute. Dieser zeichnete sich durch neue Moderne und zahlreiche phantastische Motive aus. Der Begriff entstand ursprünglich durch die 1896 gegründete Münchner illustrierte Kulturzeitschrift „Jugend“.
Schon bald war der Jugendstil im deutschsprachigen Raum, den Niederlanden, den nordischen Ländern und in Lettland ein gängiger Begriffe für alles, was sich architektonisch von der Norm abhob und deutlich schwungvoller war.

Entwicklungsgeschichte der Epoche
Die Entwicklung des Jugendstils wurde durch zahlreiche einschneidende politische Ereignisse begünstigt. Durch die industrielle Revolution entwickelte sich der Trend bald hin zu künstlerischen Verzierungen an Fassaden und auf Antiqitäten. Die industrielle Revolution förderte außerdem das Streben nach Luxus und einer gewissen Extravaganz. Dadurch entwickelte sich der Jugendstil ab Ende des 19. Jahrhunderts derart schnell. Die weiteste Verbreitung fand der Jugendstil vor allem im viktorianischen England und in Deutschland. Besonders in Städten mit alten Gebäuden lassen sich auch heute häufig noch zahlreiche Jugendstilelemente finden.

Merkmale des Jugendstils
JugendstilCharakteristisch für diese künstlerische und architektonische Epoche sind vor allem Blumenornamente und wenig Symetrie. Im Fokus der Architekten stand funktionale Nutzung von Räumen, kombiniert mit einer gewissen Ästhetik. Es ging vorrangig darum, moderne Gebäude zu schaffen, die den wirtschaftlichen Fortschritt der Gesellschaft zur Zeit der industriellen Revolution symbolisieren sollte. Aus diesem Grund wurden zur Zeit des Jugendstils zahlreiche prachvoll, moderne und architektonisch hochwertige Gebäude geschaffen. Diese zeichnen sich oft auch durch abstrakte Formen und Linien aus. Ziel der Acrchitekten des Jugendstils war es, Formen, Linien und Motive zu verwenden, die einen lebhaften Eindruck auf ihren Betrachter haben. Das Ziel war es also, sich von dem Statischen zu lösen und feste Strukturen aufzubrechen.

Ende der Jugendstilepoche
Etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts ebbte der Jugendstil in Kunst und Architektur allmählich ab. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich der Stil hin entwickelte zu Schlichtheit, Zweckmäßigkeit. Endgültig abgelöst wurde der Jugendstil mit der Entwicklung der expressionistischen Epoche.

Bedeutung für Architektur und Inneneinrichtung
Der Jugendstil ist wohl eine der bedeutensten Epoche der Architektur überhaupt, da etwas modernes und absolut innovatives geschaffen wurde, dass dennoch einen klassischen Charme aufweist. Auch heute noch arbeiten Inneneinrichter und Architekten mit Jugendstilelementen und Ornamenten dieser Epoche. Schließlich wissen die schlichte Eleganz des Jugendstils und seine Moderne noch heute Geschmäcker zu überzeugen.

Foto: © Ralf Gosch – Fotolia.com

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