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Der Shabby-Style

Der Shabby-Style

Auch wenn der Name Shabby Style oder auch „Shabby Chic“ nicht jedem geläufig ist, so hat doch jeder schon Möbel oder Accessoires in diesem Style gesehen. Unter dem Shabby Style versteht man eine gelungene Gratwanderung zwischen alten oder sogar antiken, abgenutzten Möbeln deren hauptsächlich weiße Farbe abgenutzt oder abgeplatzt ist und wenigen farbigen Akzenten, die eine gewisse Lebendigkeit in den Raum bringen.

Shabby StyleAlte Möbel werden restauriert und neu angestrichen, aber die Farbe wird zum Teil abgeschliffen, dass ein abgenutzter gebrauchter Eindruck entsteht. Aber auch unbehandelte alte Möbel können diesen Shabby Style zeigen, da er sich an den Einrichtungsstil bis hin ins 18. Jahrhundert anlehnt. Durch eine gekonnte Mischung mit selbst gemachten oder selbst restaurierten Möbeln, Schnäppchen vom Flohmarkt oder auch Erbstücken ist man auf dem richtigen Weg.

Auch alte Einzelteile können zu einem neuen Möbel oder Accessoire umgebaut werden. Eine alte Tür kann zu einer Tischplatte werden. Alte Fenster werden zu Vitrinen an der Wand oder einem Spiegel. Alte mit verblichenem und abgenutztem Stoff bezogene Vintage-Sofas werden einen eleganten aber dennoch gemütlichen Gesamteindruck vermitteln. Und das ist der Grundsatz dieses Stils: Es soll nie protzig aussehen, nie zu viel Farbe oder glänzendes Metall zur Dekoration genommen werden. Es soll eine gemütliche Atmosphäre entstehen, in der man verweilen will und sich spontan wohlfühlt.

Die Wurzeln des Shabby Chic

Der sogenannte „Shabby Chic“ Style hat seine Wurzeln in Großbritannien. Es war in den Anfängen eine Gegenbewegung zur kostspieligen und im größtenteils viktorianisch gehaltenem Innenausstattungsstil der 1980er Jahre. Alte Möbel und Sofastoffe wurden recycelt und in den Anfängen hauptsächlich von Handwerkern und den modernen Bohèmien genutzt um ihre Wohnräume zu wahren Kunstwerken zu gestalten. Als Grundlage dienten alte Möbel, die weiß gestrichen wurden und dann teilweise die Farbe abgeschliffen wurde, um das Möbel wieder alt erscheinen zu lassen.

Besonderes Augenmerk wird auf die Wirkung des abgenutzten Aussehens gesetzt, angelehnt an den Stil der nordamerikanischen Landhäuser, französischer Schlösser und schwedischen gemalten Dekorationen. Hier war auch von besonderer Wichtigkeit der einfache und schlichte Geschmack. Einzelne Dekorationsstücke oder Blumenarrangements brachten farbige und lebendige Punkte in den Raum. Diese Bewegung war nicht kommerziell gehalten und wollte nur ein Zeichen setzten.

Die Stylistin Rachel Ashwell aus Großbritannien eröffnete 1889 ein Geschäft in Amerika, dort verkaufte sie Flohmarktartikel. Es entstanden einige Labels, die der Firma Shabby Chic Brand LCC gehören. Der Begriff „Shabby Chic“ wurde hier als Warenzeichen geschützt. Der Stil des Shabby Style wurde aber beibehalten. Die Firma stellt Möbel her, die Abnutzungsspuren im Sinne dieses Styles haben.

Foto: © Alex Tihonov – Fotolia.com

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