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Natürlich Wohnen

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Anna ist Allergikerin und muss beruflich nach Berlin ziehen, wo sie in zwei Wochen eine Wohnung beziehen wird, die noch eingerichtet werden muss. Sie möchte sich das erste Mal eine Bio-Einrichtung gönnen. Das wird Mehr-Kosten verursachen, dennoch hofft sie, dadurch ihre Allergie in den Griff zu bekommen und für ihren kleinen Sohn eine schadstofffreie Zone zu schaffen.

intérieur moderne © Christophe Fouquin - Fotolia.comBio-Möbel hatten früher den Ruf, häßlich zu sein. Heute ist das längst nicht mehr so; es gibt wunderschöne Designer-Stücke, die trotzdem das Öko-Siegel tragen. Wir haben 60 heimische Hölzer, die es zu nutzen gilt; ein Esstisch aus Kirsche mit seiner besonderen Maserung, die helle Farbe des Ahorn, Esche für den Boden. Nicht nur Massivholz als Bio-Möbel, auch Schurwolle und Hartpapier können wir für unsere Einrichtungsgegenstände verwenden. Es gibt eine Fabrik, die sich auf die Verarbeitung von Papier zu Möbeln spezialisiert hat.

Seit Annas Erkrankung ist sie aufmerksam geworden auf den Raubbau an der Natur und unterstützt Stiftungen wie Oro Verde oder Projekte wie die von J.Genske, der mit seinem Unternehmen seit 1986 Massivholz-Möbel aus heimischen Hölzern herstellt und mittlerweile marktführend ist. In Berlin gibt es sogar eine Frauenmöbelwerkstatt, die Schokowerkstatt, die im Einklang mit der Natur Waren produziert.

Wir müssen keine Esszimmer aus Ramin oder Teak haben um glücklich zu sein. Auch Wohnraum aus Padouk und Limba ist nicht formschöner als solche aus Nußbaum, Buche und Kiefer.

Für ihren kleinen Sohn ist es besonders wichtig, lösungsmittelfreie Einrichtung zu erwerben; Kinder nehmen in diesem Alter alles in den Mund und deshalb ist es wichtig, dass mit dem Öko-Control-Siegel bestätigt wird, dass z.B. für die Oberflächenbehandlung nur lösungsmittelfreieuf Wasserbasis Verwendung gefunden haben.
Für Anna wird ein Schreibtisch nicht wertvoll, weil er um die halbe Welt gereist ist, wo er doch standortnah hätte verarbeitet werden können.

Der modernste Trend ist die Nutzung von Recycling-Material für Möbelstücke. Diese Variante kann Anna leider nicht uneingeschränkt nutzen, denn obwohl die Materialien wie Altholz, Textilien, Keramik mit speziellen Analysegeräten auf schädliche Formaldehyde untersucht werden, sind die Zulässigkeitsgrenzen für ihr anfälliges Immunsystem riskant. Normalerweise aber auch für Kinder und alte Menschen kein Problem weil tatsächlich erstklassig überwacht und kontrolliert.
Anna entscheidet sich schließlich für ein rein ökologisches Schlafzimmer und Kinderzimmer weil wir ein Drittel unseres Lebens schlafend zubringen und weil der kindliche Körper besonders anfällig für Umweltgifte ist. Die übrige Einrichtung wird aus 95% Bio-Möbeln bestehen mit einer schönen Nußbaum-Truhe, einer Kücheneinrichtung aus dem Hause Genske, weil er schon früh bewiesen hat, dass das Konzept „Was gut für die Natur ist, ist auch gut für uns“ aufgeht.
Beim Verband ökologischer Einrichtungshäuser findet Anna die Adressen, die in ihrer Nähe liegen. Bei der nächsten Wohnung wird sie sich eine FengShui-Beratung gönnen, um die richtigen Farben und Plätze für ihre Möbel zu finden.

Foto: © Christophe Fouquin – Fotolia.com

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